Ratgeber

 Hundererziehung

Warum Tiere im Tierheim landen
heute: Herr und Hund verstehen sich nicht

Die Anrufe kommen nicht nur aus der Region um Sömmerda, mittlerweile auch schon thüringenweit und aus den angrenzende Bundesländer. Wenn die Beziehung zwischen Herrchen bzw, Frauchen zum Alptraum wird.
Der Beweggrund für das besiegelte Hundeschicksal ist oftmals dergleiche -ein eindeutiges Miß- verständnis zwischen Herrn und Hund, wer denn der Herr im Hause ist. Dabei fängt alles so harmlos an - ein Welpe kommt ins Haus, er wird von allen geliebt und verwöhnt - kleine Unarten sind doch anfangs noch putzig, die Rangelei wer auf dem Sofa liegt, wer das Futter oder das Spielzeug anfassen darf beginnt. Manchmal buhlt das neue Familien - mitglied auch um die Gunst einer geliebten Person und es ist doch so lustig, wenn der Neuling ständig im Mittelpunkt stehen will und sich dazwischen drängt, wenn ein anderes Familienmitglied dem auserwählten zu nahe kommt. Herrchen oder Frauchen geben nach und der Tag rückt näher, an dem das Spiel zum Frust wird und die Rang - ordnung längst zugunsten des Hundes geklärt ist. Hilfe mein Hund knurrt mich an ! (im harmlosen Fall). Dabei ist es oftmals so einfach, das Problem frühzeitig zu erkennen und dem Abhilfe zu schaffen. Viele unserer Tierfreunde die sich in ihrer Freizeit mit unseren Tierheimtieren auf der Weißenburg beschäftigen verstehen nicht, daß ihr Pflegehund, mit dem sie jetzt täglich Umgang haben, ein solches Ungetüm gewesen sein soll.

Unverständlich auch für neue Familien, die einem solchen Tier gern ein neues Zuhause geben haben, da der Hund sich problemlos an sie gewöhnt hat, nachdem er durch Fachleute korregiert wurde. Dabei ist doppelte Zuneigung und Zeit erforderlich, als dies im Welpen- alter notwendig gewesen wäre. Der Mangel haftet letztlich dem Hund an und nicht dem Menschen, der mit der Erziehung überfordert war.

Diesem Mißverständnis Mensch - Hund geht immer eins voraus - mangelndes Durchsetzungsvermögen – seitens des Menschen. Wobei durchsetzen nicht mit Unterdrücken zu verwechseln ist. Unterdrücken verursacht Angstreaktionen, die zu unberechenbaren Situationen zwischen Mensch und Tier führen können. Doch zurück zum Ursprungsthema. Ein erster Schritt ist immer, daß das Tier wieder oder überhaupt sozialisiert wird. Ein Rudel gut sozialisierter und zum Teil ausgebildeter Hunde kann dabei unentbehrliche Dienste leisten. Hunde können sich unter Aufsicht wunderbar untereinander erziehen. Als nächstes oder auch fast von allein schließt das Tier wieder Freundschaft zum Menschen, der ihn betreut. Dieser sollte viel Erfahrung und Verständnis sowie ständigen Umgang mit dem Tier haben.

Wir stehen Ihnen mit unseren Erfahrungen gern mit Rat und Tat zur Seite. Suchen Sie mit Ihrem Hund unbedingt die Gesellschaft anderer Hunde - auch viele gut organisierte Hundevereine geben hervorragende Gelegenheit dazu, daß die Tiere sich untereinander ausleben können. Die Möglichkeit auf öffentlichen Grünflächen oder in Parks sind ja leider begrenzt und auch nicht unbedingt geeignet, da nicht jeder Hundebesitzer hocherfreut ist, wenn sein Liebling zum Erfahrung sammeln auserwählt wurde.

Als Rat vom Fachmann - lernen Sie unbedingt eines - sich durchzusetzen. Wir helfen Ihnen mit unseren Erfahrungen gern. Unser Team steht Ihnen täglich persönlich zur Verfügung und gut sozialisierte Hund finden Sie bei uns, ohne Angst davor haben zu müssen. Für Beratungen nutzen Sie bitte die Zeit ab 19.°° Uhr, unser Sorgentelefon ist selbstverständlich weiterhin rund um die Uhr zu erreichen (03634/611092).

Wir beraten Sie, wenn Sie sich entschlossen, haben einen Hund in Ihre Familie aufzunehmen.