Unsere Greifvogelauffangstation wurde nach Seebach verlagert

Unser Uhu "Brunhilde"

Der Uhu, lateinisch Bubo Bubo, besiedelt in Europa, Afrika und Asien die verschiedensten Lebensräume, von Kulturlandschaften über Waldgebiete, Steppen, felsige Gegenden bis hin zur Wüste. Resultierend daraus entwickelte der Uhu vielfältige Nistgewohnheiten, Bodenmulden, ausgediente Greifvogelhorste, Felsnischen, Baumhöhlen und nackte Felssimse werden als Eiablageplatz genutzt. Das weibliche Tier bebrütet die 2-3 Eier allein. Nach 31-37 Tagen schlüpfen die Jungen, das Daunenkleid ist gelbgrau, das folgende Zwischenkleid ist bräunlich mit schwarzen Streifen, nach ca. 6 Wochen mausern die Jungvögel und beginnen umherzuwandern. Mit Flattern üben sie das spätere Fliegen, voll flugfähig werden sie erst mit 9 -12 Wochen. Das weibliche Tier beaufsichtigt die Jungen, das Männchen jagt allein, später jagen beide Elterntiere. Die weiblichen Tiere werden deutlich größer als die Männchen, mit einer Flügelspannweite bis zu 170 cm sind sie die größten europäischen Eulen. Uhus jagen vorwiegend in der Morgen- und Abenddämmerung, selten am Tag oder in der Nacht. Dabei werden Säuger bis Hasengröße, Tauben, Rabenvögel und gelegentlich Insekten erbeutet. Die Beutetiere werden im lautlosen Pirschflug oder durch Warten auf einem Ansitz ausgespäht. Den Namen hat der Uhu wegen seines Balzrufes bekommen, besonders in der Zeit von März bis Mai sind die männlichen Vögel sehr ruffreudig. Der Uhu gehört zu den gefährdeten Arten und wurde auf die Rote Liste gesetzt. In Deutschland leben zur Zeit ca. 300 Brutpaare. Der Uhu ist extrem standorttreu und führt eine Einehe.

Brunhilde ist schon längere Zeit in der Greifvogelauffangstation des Landkreises Sömmerda untergebracht, sie hat einen Flügelschaden nach einem Unfall davongetragen und wurde dadurch zum Pflegefall.

Wir suchen auf diesem Weg die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch, mit Personen oder Einrichtungen, die bereit sind, ihr Wissen über die Haltung von Pflegefällen in Volieren mit uns auszutauschen.

Das verlagern unserer Greifvogelauffangstation nach Seebach im Unstrut - Hainich Kreis wurde notwendig, da ohne finanzielle Zuwendungen ein Überleben nicht gesichert war.(Greifvögel zu betreuen ist nicht Pflichtaufgabe des Staates) Somit wurde der Landkreis Sömmerda wieder um eine vernünftige Lösung und dringend notwendige Einrichtung weniger.